Kreativ durch gute Laune
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Der muslimische Gelehrte Said Nursi hat einmal eine alte islamische Weisheit sehr schön auf den Punkt gebracht. Er sagte sinngemäß: „Wer in allem das Gute sieht, denkt stets positiv. Und wer stets positiv denkt, hat mehr Freude am Leben.“ Zu einer ganz ähnlichen Erkenntnis sind kürzlich auch kanadische Forscher gelangt. Ihre These lautet: Persönliches Wohlbefinden macht es leichter, Neues zu erlernen und im Alltag kreativer zu sein - Fähigkeiten, die in der Welt von heute sehr gefragt sind.

Für eine Studie wurden Studenten als Versuchspersonen engagiert und in unterschiedliche Stimmungen versetzt. Einige hörten ein anregendes Stück von Mozart oder sahen Video-Clips mit lachenden Babys. Anderen wiederum wurde unheilvolle Musik aus dem Film ‚Schindlers Liste‘ vorgespielt oder der Bericht über ein verheerendes Erdbeben. Einer dritten Gruppe wurden eher neutrale Lieder und Filme präsentiert. Anschließend erhielten alle Versuchspersonen die Aufgabe, Bilder von komplexen Mustern zu erkennen und zu ordnen.

Die Ergebnisse ließen keinen Zweifel: Versuchspersonen, die vorher Mozart gehört oder Videos mit lachenden Babys gesehen hatten, konnten die Aufgabe schneller und besser lösen als diejenigen, die die unheilvolle Filmmusik gehört hatten. Und die Gutgelaunten waren auch besser als die Kontrollgruppe, deren neutrale Medien weder eine positive noch eine negative Stimmung erzeugt hatten. Für Projekte, bei denen innovatives Denken gefragt ist und verschiedene Faktoren sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, ist positive Stimmung sehr förderlich, erklären folglich die Forscher. Eine bestimmte Musik, die eine solche Stimmung auslöst, gebe es jedoch nicht; das sei individuell verschieden.

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