Start Wissenswertes Wissenschaft und Forschung Langes Lernen in der Jugend schwächt Hirnschäden im Alter ab
Langes Lernen in der Jugend schwächt Hirnschäden im Alter ab
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Vor krankheitsbedingten Hirnschäden, die mit einer Altersdemenz verbunden sind, gibt es zwar keinen Schutz. Die Folgen dieser Schäden werden aber ganz unterschiedlich erlebt. Sie lassen sich umso besser kompensieren, je höher das Bildungsniveau im Alter ist. Und zum Erhalt der geistigen Fitness im späteren Lebensabschnitt trägt offenbar vor allem langes Lernen in der Jugend bei.

Eine neue Studie mit 872 Probanden verdeutlicht, dass ein hoher Bildungsstand Hirnschäden besser ausgleichen und das Nachlassen kognitiver Fähigkeiten verzögern kann. Die Besonderheit dieser Studie liegt darin, dass sie nicht mit lebenden Probanden durchgeführt wurde. Vielmehr wurden die Gehirne dieser Menschen nach ihrem Tod auf krankhafte Veränderungen untersucht; unter anderem auch auf die typischen Ablagerungen von Proteinen bei der Alzheimer-Krankheit, die die Hirnzellen absterben lässt. Dabei konnte bewiesen werden, dass jedes zusätzliche Jahr Schul- und Ausbildungszeit das Risiko einer Demenzerkrankung um 11 Prozent senkt. Oder mit anderen Worten: Bei gleich großen Hirnschäden lässt ein geringer Bildungsstand die Symptome einer Demenz stärker hervortreten. Für die öffentliche Gesundheit moderner Gesellschaften, deren Mitglieder immer älter werden, ist die Bildung also ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist.

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