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Eine Kamera mit Rundumblick - als Vorbild dient das Auge der Biene |
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Flugroboter, die mit künstlichen Flügeln wie Insekten durch die Lüfte schwirren, gibt es bereits. Als ähnlich inspirierend und faszinierend wie das Flugverhalten von Fliegen oder Bienen erweist sich nun das extrem weite Blickfeld der Facettenaugen dieser Tiere. Schließlich müssen wir Menschen uns ja mit einem Winkelbereich von maximal 180 Grad begnügen.
Forscher der Universität Bielefeld haben eine 40 Gramm leichte ‚Bienenaugen‘-Kamera mit einem Sichtfeld von 280 Grad konstruiert. Ziel war es, ein leichtes System zu bauen, mit dem intuitiv die Wahrnehmung aus der Bienenperspektive untersucht werden kann. Ausgerüstet ist das leistungsfähige Objektiv mit einer durchsichtigen 23 Millimeter großen Kugel aus Acrylglas. Lichtstrahlen, die von der Seite einfallen, werden durch einen integrierten gewölbten Minispiegel fokussiert und auf den Bildchip einer handelsüblichen USB-Videokamera gelenkt. Verantwortlich für den Blick nach vorn ist ein System aus zwei Linsen. Die geschickte Kombination aus Linsen und gewölbten Oberflächen gewährt einen extrem weiten Blickwinkel von 280 Grad.
Erste Videos aus der Bienen-Perspektive lieferten 80 Bilder pro Sekunde mit einer vertikalen Auflösung von 480 Bildpunkten. Insektenforschern ermöglicht dieses System, sich besser in die Bienenperspektive hineinzuversetzen. Dadurch werden sie das Verhalten der Insekten in Zukunft genauer analysieren können. Außerdem kann die Kamera in Roboter eingebaut werden, um deren Wahrnehmung zu verbessern.
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