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Wohlstand fördert Korruption |
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Wohlstand unterstützt die Entwicklung von Korruption. Diese überraschende Erkenntnis gewannen polnische Forscher durch ein Forschungsmodell. Demnach besteht erst dann die Möglichkeit, dass sich einige wenige Menschen durch Korruption zu so genannten Superreichen entwickeln können, wenn das durchschnittliche Einkommen der Bürger einen bestimmten Wert übersteigt.
Diese Voraussetzung bestehe insbesondere in sozialistischen Systemen, in denen das Vermögen der Gesellschaft möglichst gleich verteilt sein soll. In einem mathematischen Modell, das auf den Soziologen Vilfredo Pareto aus dem 19. Jahrhundert zurückgeht, versuchten die polnischen Forscher, liberale Wirtschaftssysteme von sozialistischen zu unterscheiden. Dieses Modell besagt, dass die Anzahl von Bürgern eines Staates mit zunehmenden Wohlstand immer mehr abnimmt. In sozialistischen Systemen, die extremen Reichtum zu unterbinden versuchen, schrumpft die Anzahl der Bürger zwar stärker als in liberalen Wirtschaftssystemen; Berechnungen ergaben jedoch, dass ab einen bestimmten Durchschnittswert für den Wohlstand dieses Verteilungssystem für sozialistische Länder zusammenbricht und sehr wenige Mitglieder der Gesellschaft einen extremen Reichtum anhäufen können. Die ehemals sozialistischen Länder sehen sich damit einem höheren Korruptionsrisiko ausgesetzt als wirtschaftsliberale Staaten. Theoretisch erreicht ein liberales Wirtschaftssystem diesen Grenzwert nie und ist damit zumindest im Modell gegen Korruption gefeit.
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