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Nicht Nickel-Cadmium-Elektroden oder Lithium-Ionen, sondern Salz- und Süßwasser treiben eine Batterie an, die russische Forscher des Labors für neue Energiequellen in Wladiwostok entwickelt haben. Ein Prototyp von etwa einem halben Meter Größe liefert dabei eine Spannung von drei bis vier Volt.
Die Forscher halten die Elektrodialyse für einen aussichtsreichen Weg, um Energie aus Salzwasser zu gewinnen. Das ‚Wasser-Kraftwerk‘ besteht aus mehreren dünnen Membranen, die wahlweise die positiv oder negativ geladenen Ionen (die Anionen und Kationen) des Wassers hindurchlassen. Das nahezu salzfreie Süßwasser versucht, sich mit dem Salzwasser zu vermischen, um die Salzkonzentration auszugleichen. Dadurch wandern Ionen mit einer bestimmten Ladung Schritt für Schritt durch mehrere parallel angeordnete Membranschichten. Es entsteht ein Ionenfluss, der sich wiederum in einer messbaren Spannungsdifferenz niederschlägt. Schließen die Forscher den Stromkreis ähnlich wie bei einer Batterie, fließt ein Strom.
In ersten Versuchen erreichten die Wissenschaftler eine Leistung von 0,15 Kilowattstunden pro Kubikmeter Süßwasser. Theoretisch halten sie sogar knapp eine Kilowattstunde für möglich. Da diese Energiequelle auf eine gewisse Größte angewiesen ist, sehen die Forscher eine Anwendung nicht als Batterie, sondern als kleines Strom-Kraftwerk, das in der Mündungsregion eines Flusses zwischen Salz- und Süßwasser aufgebaut werden könnte. So gering die Energieausbeute auch ist, könnte es ohne großen technischen Aufwand in wenig entwickelten Regionen aufgebaut werden, ohne in irgendeiner Weise die Umwelt zu belasten.
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