Start Wissenswertes Wissenschaft und Forschung Schon vor 55 Millionen Jahren heizte Methangas die Erde auf
Schon vor 55 Millionen Jahren heizte Methangas die Erde auf
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Klimatologen von der US-Raumfahrtbehörde NASA in New York haben anhand von aufwendigen Computer-Simulationen ermittelt, dass die Erde vor 55 Millionen Jahren von riesigen Mengen Methangas um rund sieben Grad aufgeheizt wurde. Das Gas könnte damals infolge einer Kollision des indischen Subkontinents mit Asien aus einem Lager mit gefrorenem Methan unter dem Meeresboden entwichen sein. Wahrscheinlich hob sich der Meeresboden an, und das Methaneis konnte auftauen.

Diese Entdeckung spricht dafür, dass neben dem Kohlendioxid auch andere Gase für die heutigen Klimaänderungen verantwortlich sind. Die Periode der globalen Erwärmung, die man auch als Spätes Paläozoisches Thermisches Maximum bezeichnet, dauerte ca. 100.000 Jahre.

Aber auch heute könnte Methan eine wichtige Rolle spielen, da sich dessen Menge in der Atmosphäre in den letzten 200 Jahren durch intensive Viehhaltung, Lecks in Gas-Pipelines und Kohlegewinnung verdoppelt hat. Wenn es erst einmal in die Atmosphäre gelangt ist, ist Methan ein etwa 20 mal stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid. Denn es reagiert mit Hydroxyl-Radikalen (OH-Gruppen) zu Wasser und Kohlendioxid.

Wissenschaftler vermuten, dass eine weitere Erwärmung der Ozeane die heute noch gefrorenen Methangaslager freisetzen könnte. Eine Kettenreaktion mit unabsehbaren Folgen für das Erdklima wäre die Folge.

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