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Landleben schützt Kinder vor Allergien
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Wer als Kind auf dem Bauernhof aufwächst, viel rohe Milch trinkt und häufig im Stall spielt, schützt sich damit aktiv vor allergischen Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen und Ekzemen. Besonders stark ist der positive Einfluss des Landlebens auf das Immunsystem im ersten Lebensjahr. Dies bestätigt eine Studie von Ärzten eines österreichischen Kinderkrankenhauses. Insgesamt wurden die Daten von 812 Kindern aus ländlichen Gegenden in Österreich, Deutschland und der Schweiz im Alter von 6-13 Jahren erfasst. 319 von ihnen hatten Eltern, die in der Landwirtschaft tätig waren.

Kinder, die im ersten Lebensjahr Milch direkt vom Bauernhof erhalten und mindestens fünf Jahre lang engen Kontakt zu den Stallungen pflegen, sind demnach weitgehend gegen Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis immun. Sehr positiv ist außerdem, wenn die Mutter während der Schwangerschaft in einem landwirtschaftlichen Betrieb tätig ist. Andererseits verringert sich die Schutzwirkung des Landlebens für die Kinder deutlich, wenn sie erst nach ihrem ersten Lebensjahr aufs Land ziehen.

Eine gesicherte Erklärung für diese Schutzwirkung wurde noch nicht ermittelt. Wahrscheinlich spielen hier Umweltkeime eine wichtige Rolle. Nachgewiesen ist jedenfalls, dass auf dem Bauernhof vergleichsweise große Mengen an verschiedenartigen, meist harmlosen Bakterien über Atemluft und Nahrung in den Körper des Menschen gelangen und das Immunsystem stimulieren. Möglicherweise haben die Mikroben der Umwelt, mit denen ein Kind in den ersten Lebensjahren in Kontakt kommt, einen maßgeblichen Einfluss auf dessen Immunstatus und damit auch auf die Anfälligkeit für allergische Erkrankungen.

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