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Kunst gab es schon vor 30.000 Jahren |
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Die berühmten urgeschichtlichen Pferdezeichnungen in der Höhle von Chauvet (Frankreich) sind etwa 30.000 Jahre alt. Dieses überraschend hohe Alter ermittelten französische Wissenschaftler anhand bisher unbekannter Datierungsmethoden.
Ein neuartiges Verfahren, die Massenbeschleunigungs-Spektrometrie, bei der Kohlenstoff-Isotope in pflanzlichen und tierischen Überresten getrennt und gezählt werden, erlaubt es, das Alter der Zeichnungen auf 29.700 bis 32.400 Jahre einzugrenzen. Die bisher übliche Radiokarbon-Datierung hatte dies nicht geschafft, weil die Höhlenwände für diese Analyse zu wenig Kohlenstoff aufwiesen.
Die Höhlenzeichnungen von Chauvet gelten als ebenso komplex wie die Zeichnungen in der Höhle von Lascaux. Diese sind jedoch ‚erst‘ etwa 17.000 Jahre alt. Die 13.000 Jahre älteren Gemälde von Chauvet stellen damit nach Meinung der Forscher den eigentlichen Beginn menschlichen Kunstschaffens dar.
Bislang ging man davon aus, dass sich die Kunst in der Frühgeschichte vom Einfacheren zum Komplexeren hin entwickelt habe. Nach Meinung des französischen Forschungsteams müssen die Ur- und Frühgeschichtler ihre Theorien über die Entstehung der Kunst nun neu überdenken.
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