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Pfeifen schützt vor Entführung |
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Delfinmütter mit neugeborenen Kälbern pfeifen offenbar 10-mal häufiger, als sie es sonst zu tun pflegen. Dadurch können sich die Delfinkälber so schnell wie möglich den typischen Pfeifton ihrer Mutter einprägen und auch in größeren Delfingruppen wieder zur Mutter zurückfinden. Mit dieser Technik begegnen die Delfinmütter unter anderem der Gefahr, dass ihre Kälber von anderen Weibchen entführt werden - was auch unter Delfinen vorkommt. Bei den Nichtmüttern der Delfingruppen hingegen veränderte sich die Anzahl der ausgestoßenen Pfeiftöne nach der Geburt der Kälber nicht. Schon in der dritten Woche nach der Geburt der Kälber sank die Pfeifrate der Delfinmütter dann wieder. Dies spricht dagegen, dass der Zweck des häufigeren Pfeifens darin liegt, Kontakt mit dem Nachwuchs zu halten. Vielmehr hilft es offensichtlich dem Kalb, seine Mutter schon in den ersten Lebenswochen identifizieren zu lernen.
Individuelle Pfeiftöne sind das Erkennungszeichen jedes Delfins. Sie werden zusätzlich zu Quietsch- und Knacktönen ausgestoßen, die etwa Wörtern oder Sätzen entsprechen und sogar in Wörterbüchern gesammelt werden. Delfine verfügen also über ihre eigene Sprache. Die meisten Töne, die sie erzeugen, sind so hoch, dass sie für das menschliche Gehör kaum wahrnehmbar sind. Die Tiere kommunizieren über große Strecken hinweg. Dabei setzen sie ihre Sprache zur allgemeinen Verständigung, als Hilferuf oder auch zur Partnersuche ein. Die Existenz so vielfältiger Funktionen bei einem oberflächlich betrachtet so belanglosen Phänomen wie den Pfeiftönen der Delfine spricht eindeutig dagegen, dass die Natur einem blinden Zufall überlassen ist.
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