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Eine hochmoderne Kameratechnologie nach uraltem Vorbild |
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Die perfekte Ordnung in der Natur dient auch im 21. Jahrhundert noch als wichtigste Inspirationsquelle für den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt. Dies gilt auch für das menschliche Auge, das eine weitaus bessere Kamera ist als die hoch entwickelten modernen Bildchips mit ihren vielen Millionen Pixel. Amerikanische Wissenschaftler hoffen aber nun darauf, den Abstand der Digitalkameras zum natürlichen Vorbild zu verkürzen. Sie planen, in Zukunft gewölbte statt platte Bilddetektoren einzusetzen, was den Blickwinkel der Kameras erweitern und Abbildungsfehler vermeiden soll.
Dass eine gewölbte Detektorfläche Vorteile bietet, haben zuerst die Biologen erkannt; schließlich sind die lichtempfindlichen Sehzellen auf der Netzhaut des Auges ebenfalls auf einer gebogenen Fläche angeordnet. Die Forscher nahmen sich die Netzhaut zum Vorbild und stellten zunächst eine hauchdünne flexible Kunststoffunterlage aus einem flexiblen Gummi her. Dann zogen sie das Gummi soweit auseinander, bis es so flach und eben war, dass sie lichtempfindliche Detektoren und elektrische Kontakte darauf deponieren konnten. Als sie das Gummi dann losließen, schnellte es in die gewölbte Ausgangsstruktur zurück, ohne dass die Elektronik dabei zu Schaden kam. Anschließend wurde es dann wie ein Sandwich von zwei ebenfalls gewölbten Glasschichten eingefasst. Ein gewölbter Bildchip von der Größe eines menschlichen Auges mit einer ganz neu angeordneten Elektronik war entstanden.
Die ersten mit diesem Chip geknipsten Bilder dokumentierten bereits, dass mit diesem Verfahren der Blickwinkel von Kameras erweitert und Bildfehler reduziert werden können. Für wirklich hochqualitative Aufnahmen jedoch muss die Anzahl der Pixel noch deutlich erhöht werden. Freuen wir uns also auf eine neue Kameratechnologie, die schon bald eine noch realistischere Darstellung unserer Welt erlauben wird!
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