Wenn jemand voller Begeisterung eine natürliche oder soziale Pflicht erfüllt, wird der Beobachter zwei Gründe dafür ausmachen können: eine übergeordnete Ursache (Was bringt es diesem Menschen, so zu handeln?) und eine erforderliche Ursache (das Verlangen, so zu handeln und die Freude am Handeln). Zu essen, wenn man hungrig ist, befriedigt uns (erforderliche Ursache), während die Nahrung den Körper ernährt (übergeordnete Ursache).
Die Existenz des Universums und die unablässige erstaunliche Aktivität in ihm werden von zwei Arten von Namen Gottes für zwei umfassende Zwecke und Resultate hervorgerufen. Der erste Zweck (die erste Ursache) besteht darin, dass sich die Schönen Namen Gottes in unterschiedlichster Art und Weise manifestieren. Er ist für die Vielfalt in der Schöpfung verantwortlich. Darüber hinaus manifestieren sich die Namen Gottes ununterbrochen; permanent stellen sie ihre Handlungen zur Schau. Dadurch wird das Buch des Universums mit all seinen ‚Sätzen, Wörtern und Buchstaben‘ ständig erneuert. Jeder Teil dieses Buches, das die Manifestation der Namen Gottes ist, ist ein Zeichen oder ein Hinweis auf die heilige Essenz Gottes, der den Lebewesen dabei hilft, Ihn kennen zu lernen.
Der zweite Zweck (die zweite Ursache) besteht darin, dass jedes Geschöpf aktiv ist, weil es sich nach Aktivität sehnt und aus ihr Freude schöpft. Die Aktivität selbst stellt ein Vergnügen dar. Ähnlich fühlt auch Gott, das notwendigerweise Existierende Wesen, entsprechend Seiner Unabhängigkeit von der Schöpfung und gemäß Seiner absoluten Vollkommenheit eine unendlich große Zuneigung und Liebe. Diese Zuneigung und Liebe wecken eine unendlich große Begeisterung, die ihrerseits eine unermesslich große Freude entfacht, welche wiederum die Quelle unendlich großen Vergnügens darstellt. Auf Grund dieses Vergnügens, das Seiner göttlichen ‚Essenz‘ innewohnt, verfügt Gott über eine unendlich große Barmherzigkeit. Sie veranlasst Seine Geschöpfe, eine relative Vollkommenheit anzustreben, indem sie ihnen erlaubt, ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen. Die Vollkommenheit Seiner Geschöpfe und das Vergnügen, das sie beim Streben nach dieser Vollkommenheit empfinden, erfreuen Gott so sehr, dass Seine unermessliche heilige Freude die Geschäftigkeit der Schöpfung bewirkt.
Die Anhänger der materialistischen Philosophie und der säkularen Naturwissenschaften, die sich dieser erhabenen Wahrheit nicht bewusst sind, schreiben diese Aktivität, welche von Weisheit, Wissen und Einsicht kündet, der unbewussten Natur, blindem Zufall oder der Kausalität zu. Damit fallen sie in die dunklen Abgründe der Fehlleitung hinab.
(Aus dem Buch "Leben im Lichte des Islam“, 2005, S. 29)
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