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Das Leben ist wie ein Traum, so rosa rot
Wir wachen auf, doch sind wir tot
Aus mit dem Traum, offen die Augen
Hände, Füße und Mund, die nichts mehr taugen
Jetzt auf einmal tut uns alles sehr Leid
Nun blicken wir auf die Lebenden voller Neid
Sie haben noch all Ihre Zukunft in der Hand
Entweder retten sie Ihr Leben, oder setzen es in den Sand
Es gibt jetzt kein zurück mehr, leider
Denn so leicht ist man nicht aus dem Schneider
Erst jetzt fängt die wahre Rechenschaft an
Die Schweißperlen rinnen die Stirn entlang
Wo sind meine geliebte Frau und mein einziger Sohn
So viel für sie getan, doch vergeblich wart ich auf den Lohn
Wo sind all die Leut, bei denen ich war bekannt
Ich seh´s, ich bin allein, jetzt werd ich nicht mal erkannt
Mein ganzes Geld auf der Bank
Das hilft mir nicht, hier bin ich blank
Und am Meer das große Haus
Es ist vorbei, alles ist aus
Was könnt ich denn jetzt noch machen
Hab vergeudet meine Zeit mit unwichtigen Sachen
Hätt’ ich die Gelegenheit, meinen Eltern einen letzten Gefallen zu tun
Dann glaube mir, würde ich hier keine Sekunde ruhn.
F. Celik
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