Start Wissenswertes Frieden, Dschihad, Krieg im Islam Frieden, das A und O des Islam
Frieden, das A und O des Islam
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Islam bedeutet Frieden, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Wer als Muslim an diese Religion glaubt und sie praktiziert, ist ein Mensch, der seinen Mitmenschen, ja sogar den Dingen, die ihn umgeben, Vertrauen einflößt. Er schädigt niemanden, nicht mit Worten, und auch nicht mit Taten. Der Islam bekämpft Aufruhr, Tumult, Zwietracht, Tyrannei und Terror. In mehreren Koranversen1 und in zahlreichen Hadithen2 wird betont, dass der Frieden im Islam der Normalzustand ist. Der Krieg hingegen gilt als aridhi - als sekundär, unnatürlich oder situationsbedingt. Auch der Umgang von Muslimen mit anderen Menschen sollte sich am Frieden orientieren. In einer Religion, deren Prinzipien Sicherheit und Weltfrieden sind, sind Krieg und Zwietracht ganz gewiss unnatürliche Phänomene.

Zu vergleichen ist das Verhältnis dieser beiden Pole mit dem Kampf eines gesunden Körpers gegen Krankheitserreger, die ihn attackieren. Prinzipiell toleriert der Islam keinen Krieg, obwohl er strenge Auflagen für die Kriegführung bereithält und obwohl der Krieg eine Realität der Menschheit und einer der hervorstechendsten Fakten der menschlichen Geschichte ist. Im Islam ist Krieg nur zu Verteidigungszwecken legitim. Getreu der Devise ...denn Aufruhr und Unterdrückung (Fitna) sind schlimmer als Töten. (2:191) darf Krieg allein dem Zweck dienen, Chaos (das Kriegsursache sein kann), Anarchie, Tyrannei und Defätismus zu beseitigen.3 Der Koran sorgte zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit dafür, dass dem Krieg Fesseln angelegt wurden.4 Der Islam stellte Regeln auf, die im Kriegsfall zu beachten sind. Für ihn gelten die Prinzipien Sicherheit und Weltfrieden. Folglich heißt es im Koran:

O ihr, die ihr glaubt! Setzt euch für Allah ein, und seid Zeugen der Gerechtigkeit. Und der Hass gegen eine Gruppe soll euch nicht (dazu) verleiten, anders als gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist der Gottesfurcht näher. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist eures Tuns kundig. (5:8)

Neben der Anerkennung dieser fundamentalen Prinzipien versichert der Islam, dass jeder Gläubige das Recht hat, seine Religion, sein Leben, seine Nachkommenschaft, seinen Besitz, seine Ehre und seine ihm heiligen Werte zu schützen. Diese Rechte gehen sogar so weit, dass ihre Verteidigung als Märtyrertum gepriesen wird. Der Gesandte Gottes sagte z.B., dass jeder, der getötet wird, während er seinen Besitz verteidigt, ein Märtyrer ist; dass jeder, der sein Leben verteidigt, ein Märtyrer ist; dass jeder, der seine Verwandten verteidigt, ein Märtyrer ist; und dass jeder, der um seines Wohnsitzes und seiner Familie getötet wird, ein Märtyrer ist.5

Nach diesen einführenden Gedanken kommen wir nun zum Thema Selbstmordanschläge, die ich in zwei Gruppen unterteilen möchte: diejenigen, die in Friedenszeiten und diejenigen, die in Kriegszeiten verübt werden.

(Aus dem Buch „Terror und Selbstmordattentate aus islamischer Perspektive“, 2005, S. 104)


1 47:4; 2:208; 4:90, 94; 60:8. Siehe auch Yazir 1979, 4/2424; Zuhayli, Azar al-Harb, 133-136
2 Bukhari, Dschihad, 112; Muslim, Dschihad, 19; Abu Dawud, Dschihad, 89
3 Sarahsi, Al-Mabsut, 10/5; Zuhayli, Azar al-Harb, 90-94
4 Gülen 2004, 238; Yazir 1979, 2/692
5 Tirmidhi, Diyat, 21; Bukhari, Mazalim, 33; Muslim, Iman, 222

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