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Die Schule der Mu’tazila ist eine rationalistisch-spekulative Schule des kalam (der islamischen Theologie) des 8. Jahrhunderts, die die Willensfreiheit des Menschen in den Vordergrund stellt und sich mit der Aussage “Der Diener ist der Schöpfer seiner Tat” von den anderen Rechtsschulen trennte. Diese Schule wies dem Verstand (aql) gegenüber dem offenbarten Text (naql) eine relativ bedeutende Rolle zu. Oft wird ihr vorgeworfen, vom richtigen Wege abgekommen zu sein. Die Schule der Mu’tazila wurde von Wasil ibn Ata, einem Schüler von Hasan al-Basri gegründet. Später nahm der Gründer von seinen eigenen Ideen Abstand. Die Philosophie der Mu’tazila wird auch als Qadariyya bezeichnet, denn ihre Anhänger glauben nicht an die Vorherbestimmung, sondern an die absolute Willensfreiheit des Menschen. Hervorzuheben ist, dass die Anhänger dieser Rechtsschule, die Mutaziliten, die Attribute Gottes leugnen. Sie billigen ihnen, im Gegensatz zu den anderen Rechtsschulen, keine unabhängige oder substanzielle Existenz zu und halten sie stattdessen für Teile des Wesens Gottes. Die Mu’tazila ist in 20 Untergruppen zersplittert.
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