Groß-Seldschuken
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Die Turkmenenstämme der Seldschuken drangen von der kirgisischen Steppe nach Bukhara und Khorasan vor. Dem berühmten Feldherrn Selcuk Beg gelang es dabei, die türkischen Stämme zu vereinigen und so eine große Macht unter seiner Hoheit zu versammeln. Nach der bereits erwähnten Schlacht von Dandanakan entstand ein groß-sel-dschukisches Reich, das bis zum Jahre 1157 überdauerte. 1041 verleibte man sich Khorasan, 1051 Isfahan ein. Um 1051 drangen turkmenische Stämme nach Aserbaidschan und ins obere Mesopotamien vor. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts eroberten die Seldschuken nach dem Irak (1055) auch Syrien und Palästina. Bagdad wurde 1091 zur Hauptstadt der Groß-Seldschuken.

Nach dem Tod des berühmten ersten Herrschers Togril Beg wurde Alp Arslan (1063-72) Sultan der Seldschuken. Er stellte sich dem Heer von Byzanz (Istanbul) bei Malazgirt entgegen, vernichtete dort dessen Armee und nahm den Kaiser Romanos Diogenes gefangen. So öffnete er Anatolien für das türkische Volk (1071).

Nizamulmulk, der persische Wesir von Alp Arslan, gründete 1067 die Madrasa an-Nizamiyya, eine bedeutende Schule des schafiitischen Rechts in Bagdad.

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