Start Wissenswertes Islamische Geschichte Die Epoche der vier rechtschaffenen Kalifen (Khulafâ’u r-raschîdûn) (632-661)
Die Epoche der vier rechtschaffenen Kalifen (Khulafâ’u r-raschîdûn) (632-661)
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Nachdem wir uns mit dem Aufstieg des Islam zu Lebzeiten des Propheten befasst haben, wenden wir uns nun der Ära der vier rechtschaffenen Kalifen Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali zu. Ihre 30-jährige Regierungszeit wurde später als das goldene Zeitalter des Islam bezeichnet, in der der Islam in allen Lebensbereichen der Muslime an Bedeutung gewann. Abu Bakr wurde zum direkten Nachfolger des Propheten gewählt. In seiner Amtszeit (632-634) wurde der Koran in schriftlicher Form niedergelegt und erwies sich fortan als Stützpfeiler der gesellschaftlichen Ordnung. Unter der Führung Umars (634-644) wurden Syrien, Palästina, Aserbaidschan und Ägypten erobert. Dieser Kalif war berühmt für seine Gerechtigkeit. Ihm verdankt die islamische Gesellschaft ihr erstes Verwaltungswesen.

Unter dem dritten Kalifen Uthman (644-656) dehnte sich der Herrschaftsbereich des Islam weiter aus. Mehrere Abschriften des Korans wurden angefertigt und in wichtige neue islamische Zentren geschickt. Der vierte Kalif Ali (656-661) musste sich mit seinem Widersacher Mu’awiya auseinandersetzen, der sein Kalifat nicht anerkannte. Mit seiner Ermordung endete die Epoche der vier Kalifen, die durch freie Wahlen an die Macht kamen. Das Kalifat ging an die Dynastie der Umayyaden über.

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