Zu Lebzeiten des Propheten gab es in der arabischen Welt viele Wahrsager und Hellseher. Sie betrogen ihre Mitmenschen, indem sie vorgaben, ihnen mit Hilfe ihrer Kontakte zu Dschinn oder anderen geheimen Quellen Informationen über Ereignisse in Vergangenheit und Zukunft zu enthüllen. Der Gesandte bekämpfte diese Täuschungsversuche, die sich nicht auf Wissen, Rechtleitung Gottes oder eine Offenbarungsschrift stützten. Aus dem gleichen Grund sind Wahrsagetechniken mit Pfeilen und Entscheidungsfindungen, die auf Lesen im Sand, in Muscheln, Teeblättern und Palmen basieren, ebenso untersagt wie Wahrsagerei mit Hilfe von Karten und Ähnlichem.
Magie: Der Islam verurteilt die Magie und die Menschen, die sie praktizieren. Der Gesandte Gottes zählte die Praxis der Magie zu jenen sehr schweren Sünden, die zuerst die Völker, dann die Individuen zerstören und alle, die sich ihrer bedienen, entwürdigen. Einige Rechtsgelehrte betrachten die Magie als Unglauben (Kufr) oder als etwas, das zum Unglauben führt.
Omen: Aus irgendwelchen Gegenständen, Orten, Zeiten, Individuen usw. bestimmte schlechte Vorzeichen abzuleiten, war und ist ein nach wie vor gängiger Aberglaube.
Die Entspannung des Geistes: Die erhabenen und redlichen Gefährten des Propheten folgten seinem Beispiel und entspannten ihren Körper ebenso wie ihren Geist. Ali ibn Abi Talib sagte: „Der Geist wird müde, so wie der Körper auch; also pflegt beide mit Humor“, und: „Erfrischt euren Geist von Zeit zu Zeit, denn ein müder Geist erblindet.“ Abu l-Darda sagte: „Ich zerstreue mein Herz mit etwas Trivialem, um es stärker für den Dienst an der Wahrheit zu machen.“
Demnach spricht nichts dagegen, wenn Muslime Ablenkung suchen, um ihren Geist zu zerstreuen, oder einem rechtmäßigen Sport bzw. einer anderen Aktivität nachgehen. Das Vergnügen sollte allerdings nicht zum Zweck ihres Lebens werden, der sie ihre religiösen Pflichten vergessen lässt. Außerdem sollte niemand über ernsthafte Dinge Witze machen. Sehr treffend heißt es: „Reichere deine Konversation mit genau so viel Witz an, wie du deinem Essen an Salz beigibst.“
Muslimen ist es untersagt, sich über die Werte und Ehrvorstellungen anderer Menschen lustig zu machen. Sportarten wie Laufen, Bogenschießen, Speerwerfen und Schwimmen sind statthaft.
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