Alle Propheten kamen mit den gleichen Glaubensgrundlagen: dem Glauben an die Existenz und Einheit Gottes, an die Wiederauferstehung und das Jüngste Gericht, an die Prophetenschaft und an alle Propheten ohne Ausnahme, an alle Schriften Gottes, an die Engel und an die Vorherbestimmung Gottes (zu der auch der freie Wille des Menschen gehört). Die Propheten riefen die Menschen dazu auf, den Einen Gott anzubeten. Sie predigten und warben für Tugendhaftigkeit und verurteilten die Sünde. Unterschiede in Bezug auf bestimmte Regeln und Verfügungen ergaben sich lediglich aus den bestehenden ökonomischen und politischen Verhältnissen. Muslim zu sein, bedeutet also auch, an alle Propheten und ihre Originalschriften zu glauben.
Die Propheten, allesamt Menschen, die von Sünden reingewaschen wurden und eine tiefe Beziehung zu Gott unterhielten, führten die Menschen zur Wahrheit und gaben ihnen ein Vorbild, dem sie folgen konnten. Alle Propheten besaßen die folgenden Hauptcharaktereigenschaften: absolute und vollständige Aufrichtigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Eignung als Übermittler der Botschaft Gottes; höchste intellektuelle Kapazität, Weisheit, tiefe Einsicht, Sündenfreiheit und Freisein von allen körperlichen und geistigen Makeln. So wie die Sonne die Planeten mit Hilfe der unsichtbaren Energie der Schwerkraft in ihren Bann zieht, gewannen die Propheten das Vertrauen der Menschen durch ihre tiefe Beziehung zu Gott, durch bestimmte Wunder und durch die Erhabenheit ihrer Persönlichkeiten, ihrer Ziele und ihrer Charaktere.
Der Islam akzeptiert die religiösen Erfahrungen jener, die vor seiner Offenbarung gelebt haben. Der Islam bestätigt und vervollständigt das, was an Wahrem in deren Religionen steckt. In Anbetracht dessen sagen die Muslime, dass der Prophet Abraham und alle anderen Propheten muslim waren. Diese Grundhaltung erklärt, warum die islamische Zivilisation von Beginn an - von sehr wenigen Ausnahmen einmal abgesehen - tolerant, pluralistisch und integrativ war und immer bleiben wird.
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