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Schicksalsglaube kann Trost spenden |
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Bis vor kurzem ging man davon aus, dass es eher von Nachteil sei, an das Schicksal und die Vorherbestimmung zu glauben. Wer dies tue, sei generell unzufriedener mit seinem Leben, weniger erfolgreich im Beruf und häufiger krank. Deutsche Forscher jedoch kamen nun zum gegensätzlichen Ergebnis. Ihre Analyse der Aussagen und Erfahrungen von Menschen, die ihren Lebenspartner durch Tod verloren hatten, ergab: Schicksalsgläubige Menschen kommen möglicherweise doch besser mit ihrer Situation zurecht als andere.
Für die Studie wurden 414 Menschen, die ihren Partner verloren hatten, über einen Zeitraum von neun Jahren begleitet und untersucht. Bei allen von ihnen sank die allgemeine Lebenszufriedenheit unmittelbar nach diesem einschneidenden Ereignis beträchtlich und war selbst vier Jahre nach dem Tod des Partners noch erheblich eingeschränkt. Allerdings sank die Lebenszufriedenheit derer, die glaubten, dass der Tod ihres Partners vorherbestimmt war, deutlich weniger stark. Sie akzeptieren, dass es im Leben unbeeinflussbare Faktoren gibt, und können Heimsuchungen dadurch anscheinend besser verkraften, als Menschen, die das eigene Verhalten als alleinige Ursache für Ereignisse in ihrem Leben betrachten.
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