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Fürchten sich Elefanten wirklich vor Mäusen? Wohl eher nicht. Großen Respekt dagegen haben sie offenbar vor einem noch viel kleineren Tier: der Ameise. Amerikanische Biologen haben in der Savanne von Kenia beobachtet, dass Akazienbäume, die von Ameisen bewohnt werden, von den Dickhäutern verschont bleiben. Das liegt aber nicht daran, dass die Pflanzenfresser diese Bäume an sich verschmähen würden; vielmehr haben sie wahrscheinlich Angst davor, dass die Ameisen in das äußerst empfindliche Innere ihres Rüssels eindringen. Die Ameisen schützen also die Bäume, die ihre Lebensgrundlage darstellen, und leisten so einen wertvollen Beitrag zur Vielfalt des Lebensraums Savanne.
Weil die Forscher zuvor oft Zeuge gewesen waren, wie sich Elefanten über andere Baumarten hermachten, fragten sie sich, was wohl passieren würde, wenn sie die Ameisen aus den Akazienbäumen entfernten. Und tatsächlich fanden die Elefanten diese Bäume dann durchaus schmackhaft. Die Achillessehne des Elefanten, stellten die Forscher fest, ist sein Rüssel. So robust dessen Äußeres ist, so empfindlich ist er von innen.
Die Schädigung des Baumbestands durch Elefanten ist in Ländern wie Kenia ein großes Problem. Dort besteht im zentralen Hochland die Gefahr, dass die Dickhäuter bewaldete Regionen nach und nach in offenes Grasland verwandeln. Dies aber wissen die Ameisen zu verhindern - zumindest bei den Bäumen, in denen sie leben.
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