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Eine Hornisse mit eigenem Solarkraftwerk |
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Die orientalische Hornisse hat die Angewohnheit, sich in kleinen Erdhöhlen einzubuddeln. Auffällig dabei ist, dass ihre Grabungen offenbar vom Stand der Sonne abhängen. Deshalb haben sich Forscher das Tier nun einmal genauer angeschaut. Überraschenderweise fanden sie im Panzer der Hornissen ein Pigment, das aus Sonnenlicht elektrischen Strom erzeugen kann.
Der schillernde Panzer der Hornisse stellte sich unter dem Mikroskop als ein optisches Gitter dar, das die Reflektion des Sonnenlichts verringert. Dadurch kann mehr Licht in den schwarz-gelb gestreiften Panzer eindringen und dort auf das Pigment Xanthopterin treffen. Nach dem Vorbild dieser Struktur des Insekts konstruierten die Forscher eine Farbstoff-Solarzelle, um die Licht sammelnden Eigenschaften des Xanthopterin zu belegen. Und diese Hornissen-Solarzelle funktionierte tatsächlich. Sie lieferte eine Spannung von etwa 0,5 Volt bei einem jedoch sehr geringen Stromfluss. Den Wirkungsgrad der Zelle bezifferten die Forscher auf 0,33 Prozent. Das heißt: Für den Bau kommerzieller Solarzellen eignet sich das Pigment kaum. Doch steht nun fest, dass das Sonnenlicht auch in natürlichen Organismen zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Unklar dagegen ist weiterhin, welche Funktion diese natürliche Solarzelle im Leben der Hornisse hat. Vermutlich beeinflusst die Umwandlung der Sonnenenergie im Panzer den Stoffwechsel des Insekts, vielleicht auch dessen Grabungsverhalten und allgemeines Verhalten.
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