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Einblick in die Jugendzeit der Galaxien |
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Astronomen in aller Welt haben unlängst den bislang weitesten und ergiebigsten Blick zurück in die Jugendzeit der Galaxien geworfen. Im Rahmen eines gemeinschaftlichen Beobachtungsprojekts, bei dem neben dem Weltraumteleskop Hubble und dem Röntgensatelliten Chandra auch eine Vielzahl anderer großer Sternwarten zum Einsatz kamen, kristallisierte sich heraus, dass die Galaxien in der ersten Hälfte der bisherigen Lebensdauer des Universums kontinuierlich angewachsen sein müssen. Vor etwa sieben Milliarden Jahren sank die Sternentstehungsrate dann offenbar ganz plötzlich auf rund ein Zehntel.
Ein beteiligter Astronom vergleicht die neuen Beobachtungen mit einem Familien-Fotoalbum, in dem sich Aufnahmen der Familienmitglieder von der frühen Kindheit bis zum Erwachsenenalter befinden. So gab das Projekt nicht nur darüber Aufschluss, wie sich die Galaxien gebildet haben, sondern auch wie sie sich weiterentwickelt haben und wie sich ihre ‚Sternenbevölkerung’ im Laufe der Zeit verändert hat.
Das mit Hilfe der Teleskope zu beobachtende langsame Anwachsen der Galaxien in den ersten sechs Milliarden Jahren des Kosmos entspricht den zurzeit gängigen Modellen der Galaxienentstehung. Diese besagen, dass sich zunächst kleine Zwerggalaxien gebildet haben müssen, die dann in Folge von Kollisionen und Verschmelzungen zu den heutigen großen elliptischen und Spiralgalaxien angewachsen sind.
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