Maria
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Hanna,

Die Großmutter von Jesus,

Die Mutter von Maria,

Die Ehefrau von Imran,

Die Schwiegermutter von Zacharias,

Die Tochter von Fazuka,

Betete, als sie schwanger war:

 

“Mein Herr, siehe, ich gelobe Dir,

was in meinem Schoße ist, zu Eigen;

so nimm es von mir an; siehe,

Du bist der Hörende, der Wissende.”

 

Das war ein Bittgebet,

Aufrichtig und ehrlich.

 

Das Baby kam zur Welt,

Und Mutter Hanna,

Sprach zu Gott,

Der doch davon wusste:

 

“Mein Herr, ich habe es als Mädchen geboren,

und ich habe sie Maria genannt;

ich übergebe sie und ihre Nachkommen

in Deine Hut

zum Schutz vor dem Satan.”

 

Ihr Herr nahm sie an,

Und ließ sie wachsen

Wie eine schöne Blume.

Schnell aber wurde Maria zum Waisenkind,

Ihren Vater verlor sie,

Noch bevor sie zur Welt kam,

Ihre Mutter schied nicht viel später dahin.

Ihre Bekannten und Verwandten

Versammelten sich nun;

Sie entschieden sich auszulosen,

Wer Maria zur Pflege nimmt.

Die Familie Imrans aber,

Warf vor den Augen aller

die Stifte in den Fluss.

So wurde schließlich Zacharias, der Prophet,

Zum Bevollmächtigten Marias.

Er war ihr Schwager,

Seine Frau ihre Tante.

Die Engel sprachen zu Maria:

 

“Maria, Allah hat dich erwählt

und hat dich gereinigt

und hat dich erwählt vor den Weibern aller Welt.

O Maria, sei andachtsvoll zu Deinem Herrn,

und wirf dich nieder,

und beuge dich mit den sich Beugenden.”

 

Maria betete

Zurückgezogen im Tempel;

Die Engel aber fuhren fort:

 

“O Maria, siehe,

Allah verkündet dir ein Wort von Ihm;

sein Name ist der Messias Jesus, der Sohn der Maria,

angesehen hieniden und im Jenseits

und einer der (Allah) Nahen.

Und reden wird er mit den Menschen

in der Wiege und in der Vollkraft,

und er wird einer der Rechtschaffenen sein.”

 

Jesus ist kein Mensch wie ihr.

Er wurde auf außergewöhnliche Weise erschaffen.

Er ist das gerechte Wort Gottes; er kann daher

Früher sprechen als Seinesgleichen.

Auf diese so frohe Botschaft

Entgegnete Maria ihnen:

 

“Mein Herr, woher soll mir ein Sohn werden,

wo mich kein Mann berührte?”

 

Und Gott antwortete:

 

“Also schafft Allah, was Er will;

wenn Er ein Ding beschlossen hat,

spricht Er nur zu ihm:

‘Sei!’ und es ist.”

 

Gott lehrt Jesus

Das Schreiben und die Weisheit,

Die Thora, das Evangelium;

Den Kindern Israels

Sendet Er ihn:

 

Als einen Propheten, als Seinen Gesandten.

Jesus wendet sich an die Menschen:

 

“Siehe, ich komme zu euch

mit einem Zeichen von eurem Herrn.

Siehe, ich will euch erschaffen

aus Ton die Gestalt eines Vogels

und will in sie hauchen, und sie soll werden

ein Vogel mit Allahs Erlaubnis;

und ich will heilen den Mutterblinden und Aussätzigen

und will die Toten lebendig machen mit Allahs Erlaubnis,

und ich will euch verkünden, was ihr essen

und was ihr aufspeichern sollt in euren Häusern.

Und als Bestätiger (komme ich) von der Thora,

die vor mir war, und um euch zu erlauben

einen Teil von dem, was euch verwehrt war;

und ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn.

So fürchtet Allah

und gehorchet mir;

siehe, Allah ist mein Herr und euer Herr,

drum dienet Ihm.

Dies ist ein rechter Weg.”

 

So gaben die Engel Maria

Diese frohe Botschaft im Tempel.

 

Maria kapselte sich von ihren Angehörigen ab;

Und begab sich an einen Ort im Osten.

Sie verschleierte sich vor ihnen.

Gott aber sandte Seinen Geist zu ihr,

Und er erschien ihr als vollkommener Mensch.

Maria glaubte, Ihn zu erkennen, und sprach:

 

“Siehe, ich nehme meine Zuflucht

vor dir zum Erbarmer, so du Ihn fürchtest.”

 

Er jedoch verkündete:

 

“Ich bin nur der Gesandte deines Herrn,

um dir einen reinen Knaben zu bescheren.”

 

Eine wahrhaft frohe Botschaft,

Denn was die Engeln sagten,

Wurde nach Gottes Willen Realität.

Maria fragte erstaunt:

 

“Woher soll mir ein Knabe werden,

wo mich kein Mann berührt hat

und ich keine Dirne bin?”

 

 

Er sprach:

 

“Also sei’s! Gesprochen hat dein Herr:

‘Das ist Mir ein Leichtes’; und Wir wollen

ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen

und einer Barmherzigkeit von Uns.

Und es ist eine beschlossene Sache.”

 

Gott hatte gesprochen

Und es kam wie verkündet.

Maria empfing Jesus

An einem entlegenen Ort.

Wehen überkamen sie

Unter einer Palme, da rief sie aus:

 

“O dass ich doch zuvor gestorben

und vergessen und verschollen wäre!”

 

Doch eine Stimme wurde laut:

 

“Bekümmere dich nicht;

dein Herr hat unter dir

ein Bächlein fließen lassen;

Und schüttele nur den Stamm

des Palmbaums zu dir,

so werden frische reife Datteln auf dich fallen.

So iss und trink, und sei kühlen Auges.”

 

Sie wurde geheißen:

 

“Und so du einen Menschen siehst,

So sprich: ’Siehe, ich habe dem Erbarmer

ein Fasten gelobt; nimmer spreche ich

deshalb heute zu irgendjemand.’”

 

 

Maria brachte den Neugeborenen

Danach zu ihrem Volk.

Doch sie klagten sie an:

 

“O Maria, fürwahr,

du hast ein sonderbares Ding getan!

O Schwester Aarons,

dein Vater war kein Bösewicht

und deine Mutter keine Dirne.”

 

Sie deutete einfach auf ihn.

Die Leute verstanden nicht, sie fragten:

 

“Wie sollen wir mit ihm, einem Kind

in der Wiege, reden?”

 

Nun aber geschah ein Wunder Gottes vor ihren Augen:

Jesus, im Schoß der Mutter, sprach:

 

“Wahrlich, ich bin Allahs Diener.

Gegeben hat Er mir das Buch,

und Er machte mich zum Propheten.

Und Er machte mich gesegnet,

wo immer ich bin, und befahl mir

Gebet und Almosen, solange ich lebe,

Und Liebe zu meiner Mutter;

und nicht machte Er mich eitel und unselig.

Und Frieden auf den Tag

meiner Geburt und den Tag, da ich sterbe,

und den Tag, da ich erweckt werde zum Leben!”

 

Abdullah Aymaz

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