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Seit einiger Zeit beobachten wir als INID-Institut die erschreckenden Ereignisse rund um die sogenannten Salafisten, die durch die Verteilung von Koranexemplaren und durch Gewalttaten auf sich aufmerksam gemacht haben.
Uns als INID-Institut ist das Auftreten dieser Salafisten äußerst suspekt, weil diese winzige Randgruppe ein sehr schlechtes Licht auf die große Mehrheit der friedliebenden und -lebenden Muslime in Deutschland wirft. Ihre reaktionären und gewalttätigen Aktionen haben zur Folge, dass der Koran und die Muslime mit Gewalttaten in Verbindung gebracht werden. So entsteht ein Zerrbild, das die Salafisten weitgehend selbst zu verantworten haben. Auf der einen Seite instrumentalisieren sie den Koran, um auf sich aufmerksam zu machen. Auf der anderen Seite lassen sie sich selbst instrumentalisieren, nämlich von Extremisten auf der Gegenseite, denen es darum geht, Islamophobie zu säen und schüren. Ihren Bemühungen spielt das Auftreten der Salafisten in die Karten.
Extremismen bedingen sich gegenseitig und hängen voneinander ab. Die Existenz des einen Extrems gibt dem anderen erst eine Daseinsberechtigung. Extremisten haben noch nie einen Beitrag zum sozialen Frieden und zur Verständigung der Kulturen und Religionen geleistet. Ihr Motto ist Zwietracht, nicht Eintracht.
Nach islamischem Verständnis ist der Muslim ein Mensch, der Frieden stiftet und vor dessen Zunge und Hand andere Menschen nichts zu befürchten haben.
In diesem Sinne verurteilen wir als INID-Institut jede Form von Gewalt, insbesondere wenn sie gegen Menschen gerichtet sind, die für die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit verantwortlich sind. |